Sanner und LiDAR - Systeme
LiDAR Scanner & 3D Laserscanner – präzise Punktwolken für Vermessung, Bau und Industrie
LiDAR Scanner und 3D Laserscanner sind heute das schnellste und präziseste Werkzeug zur digitalen Erfassung von Räumen, Gebäuden, Geländen und Infrastrukturen. Mit einem Handheld-LiDAR-Scanner erfasst du in wenigen Minuten vollständige 3D-Punktwolken – drinnen, draußen, mit oder ohne GNSS-Signal. Helmut Schultz in Saarbrücken ist autorisierter Händler für GeoCue TrueView Handheld-LiDAR-Scanner, LP360-Software und Leica iCON-Baulaser und berät dich persönlich bei der Auswahl des richtigen Systems für deine Anforderungen.
LiDAR – Funktionsprinzip und Messtechnik
LiDAR (Light Detection and Ranging) ist eine aktive Messmethode, die Laserstrahlen aussendet und die Reflexion an Oberflächen auswertet. Das Grundprinzip: Der Scanner sendet kurze Lichtimpulse aus, die vom Zielobjekt reflektiert werden. Aus der gemessenen Laufzeit des Strahls berechnet das System die exakte Distanz – viele Male pro Sekunde, auf tausende von Punkten gleichzeitig.
Das Ergebnis ist eine Punktwolke: eine dreidimensionale Sammlung von Messpunkten mit präzisen X-, Y- und Z-Koordinaten. Aus dieser Punktwolke lassen sich 3D-Modelle, digitale Zwillinge, BIM-Modelle, Grundrisspläne und Geländemodelle ableiten – vollständig und maßstabsgetreu, ohne manuelle Nachmessung.
Moderner LiDAR nutzt zusätzliche Sensorik: Professionelle Handheld-Scanner wie der TrueView GO kombinieren LiDAR mit integrierten HD-Kameras, GNSS/RTK-Modulen und IMU-Einheiten (Inertial Measurement Unit). Diese Kombination liefert nicht nur geometrisch genaue Punktwolken, sondern auch colorierte Punktwolken – jeder Messpunkt erhält einen RGB-Farbwert aus den Kamerabildern. Das Ergebnis ist eine realitätsnahe 3D-Darstellung, die ohne weitere Aufbereitung verständlich und kommunizierbar ist.
SLAM – Scannen ohne GNSS-Signal
Ein entscheidender Vorteil moderner Handheld-LiDAR-Scanner ist die SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping). SLAM ermöglicht dem Scanner, sich gleichzeitig zu lokalisieren und eine Karte seiner Umgebung aufzubauen – ganz ohne externe GPS- oder GNSS-Signale.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zu klassischen terrestrischen Laserscannern, die auf Referenzpunkte oder GNSS angewiesen sind. Mit SLAM scannst du zuverlässig:
- In Gebäudeinnenbereichen, Kellern und Tunneln
- In Stadtzentren mit starker GPS-Abschattung durch Gebäude
- In Industriehallen mit Metallkonstruktionen und Interferenzquellen
- In unterirdischen Bauwerken, Bergwerken und Kanälen
Die TrueView-GO-Scanner kombinieren dabei GNSS RTK/PPK mit visuellen und LiDAR-basierten SLAM-Algorithmen. So erreichst du auch bei wechselnden Signalverhältnissen durchgehend hochgenaue, registrierte Punktwolken – ohne Lücken und ohne Nachbearbeitung im Feld.
TrueView GO116S – 16-Kanal-LiDAR für Präzision auf großen Flächen
Der GeoCue TrueView GO116S ist ein kompakter Handheld-LiDAR-Scanner mit einem 16-Kanal-LiDAR-Sensor und einer Laserreichweite von bis zu 120 Metern. Er ist auf maximale Flächenleistung ausgelegt: Mit seiner hohen Scangeschwindigkeit und den drei integrierten 5-MP-Kameras mit 210° × 170° Sichtfeld erfasst er große Areale schnell und mit hoher Detaildichte.
Technische Kenndaten im Überblick:
- LiDAR-Sensor: 16 Kanäle, Eye-Safe Klasse 1, 905 nm
- Reichweite: 0,05 m bis 120 m
- Kameras: 3 × 5 MP RGB, Gesamt-FOV 210° × 170°
- GNSS: RTK/PPK-fähig, SLAM-fähig
- Gewicht: ca. 1,9 kg (inkl. RTK und Akku)
- Betriebszeit: bis zu 4 Stunden
Ideale Einsatzgebiete des GO116S:
- Baustellen- und Gebäudedokumentation
- Scan-to-BIM: Bestandserfassung für Planungsunterlagen
- Vermessungsprojekte mit großen Außenflächen
- Forstinventur und Vegetationserfassung
- Infrastrukturüberwachung und Straßenvermessung
Der GO116S eignet sich besonders, wenn du große Bereiche schnell erfassen musst und dabei auf zuverlässige Genauigkeit angewiesen bist – auch bei gemischten Innen- und Außenbereichen.
TrueView GO132S – 32 Kanäle für maximale Punktdichte
Der GeoCue TrueView GO132S baut auf derselben Plattform wie der GO116S auf, verdoppelt aber die Kanalanzahl auf 32 Kanäle. Das Ergebnis: eine deutlich höhere Punktdichte pro Scan, präzisere Flächenmodelle und eine bessere Erfassung von Strukturdetails – besonders relevant bei komplexen Geometrien, engen Räumen oder hoch aufgelösten Bestandsmodellen.
Der Unterschied im Alltag: Während der GO116S für die schnelle Flächenerfassung optimiert ist, liefert der GO132S bei gleichem Arbeitsaufwand mehr Messpunkte pro Quadratmeter. Das bedeutet: feinere Auflösung der Punktwolke, bessere Kanten und präzisere Wandflächen – entscheidend für Scan-to-BIM-Projekte mit hohen Genauigkeitsanforderungen.
Typische Anwendungen des GO132S:
- Denkmalpflege und Bestandsdokumentation historischer Gebäude
- Forensische Dokumentation und Tatorterfassung
- Industrieanlagen mit komplexen Rohrleitungssystemen (As-built-Dokumentation)
- Facility Management: präzise Grundrisse für Umbauplanung
- Innenraumvermessung in engen oder unzugänglichen Bereichen
GO116S vs. GO132S – die richtige Wahl für dein Projekt
Beide Scanner arbeiten mit denselben SLAM-, RTK- und PPK-Technologien und sind vollständig mit der LP360-Software kompatibel. Die Entscheidung hängt von Aufgabentyp und Genauigkeitsanforderung ab:
| Kriterium | TrueView GO116S | TrueView GO132S |
| LiDAR-Kanäle | 16 | 32 |
| Reichweite | bis 120 m | bis 100 m |
| Punktdichte | hoch | sehr hoch |
| Stärke | große Außenflächen | komplexe Geometrien |
| Ideal für | Flächenvermessung, Forst | Innenraum, BIM, Forensik |
Helmut Schultz berät dich in Saarbrücken persönlich und unverbindlich dabei, welches Modell zu deinem Projekt passt.
LP360 Land Standard – von der Punktwolke zum fertigen Produkt
Rohe Punktwolken sind der Ausgangspunkt – mit der richtigen Software entstehen daraus belastbare Ergebnisse. Die LP360 Land Standard Software von GeoCue ist die speziell auf Handheld- und Boden-LiDAR-Scannerdaten abgestimmte Verarbeitungslösung.
Was LP360 Land Standard leistet:
Datenverarbeitung: LP360 verarbeitet LiDAR-Rohdaten aus GNSS-, RTK-, PPK- und SLAM-Workflows zu georeferenzierten, colorierten Punktwolken. Auch GPS-freie SLAM-Scans werden automatisch registriert und verortet.
Qualitätskontrolle: Integrierte QC-Werkzeuge überprüfen die Punktwolke auf Lücken, Fehler und Abweichungen – direkt im Programm, ohne externe Tools.
Immersive Image Explorer: Mit diesem einzigartigen Werkzeug verbindest du LiDAR-Punktwolken mit den colorierten Kamerabildern des Scanners. Du kannst virtuell durch das gescannte Gelände oder Gebäude „gehen" – ideal für die Kommunikation mit Auftraggebern, die Kontrolle von Messergebnissen und die Extraktion von Maßen aus dem Büro.
Mehrfachsensor-Integration: LP360 Land verarbeitet Daten aus Handheld-LiDAR, Drohnen-LiDAR und terrestrischen Scannern gemeinsam – du kombinierst verschiedene Aufnahmemethoden in einer einzigen registrierten Punktwolke.
CAD- und BIM-Export: Die fertigen Punktwolken exportierst du in alle gängigen Formate (.las, .laz, .e57, .ply, .obj) für die direkte Weiterverarbeitung in AutoCAD, Revit, Leica Cyclone, CloudCompare und weiteren Anwendungen.
Leica iCON iCS50 mit vPen – automatisiertes Abstecken auf der Baustelle
Die Leica iCON iCS50 ist kein klassischer 3D-Laserscanner im Sinne der Punktwolkenerfassung – sie ist ein automatisiertes Bauvermessungswerkzeug für Absteckung, Bestandsaufnahme und Qualitätskontrolle im Innenausbau. In Kombination mit dem Leica vPen entsteht eine Komplettlösung, die eine einzelne Person auf der Baustelle so produktiv macht wie früher ein ganzes Vermesserteam.
Das System im Überblick:
Die iCS50 ist eine vollautomatisierte Totalstation, die sich selbst einrichtet, Ziele automatisch anfährt und per Tablet gesteuert wird. Mit dem vPen – einem kabellosen Präzisionsstift mit ±1 mm Genauigkeit auf 10 m – absteckst du Punkte an Wand, Boden und Decke ohne Hilfsperson.
Technische Kenndaten:
- Messbereich: 0,3 m bis 50 m (optional 250 m)
- Winkelgenauigkeit: 3"
- 3D-Punktgenauigkeit (ohne Reflektor): 1,0 mm auf 10 m / 2,0 mm auf 50 m
- Automatische Zielerfassung und Nachverfolgung (ATR)
- Fischaugenkamera für schnelle Panoramabilder
Anwendungen auf der Baustelle:
- Abstecken von Trennwänden, Installationsdurchführungen und Deckenpunkten
- Bestandsaufnahme im Innenausbau: Küche, Treppen, Fenster, Türen
- Qualitätskontrolle: Soll-Ist-Vergleich zwischen Planung und Ausführung
- Vollautomatische Absteckroutinen aus BIM/CAD-Plänen
Der entscheidende Vorteil gegenüber klassischen Absteckverfahren: Die iCS50 liest digitale Baupläne direkt ein und steuert den vPen automatisch zu jedem Absteckpunkt – ohne manuelle Koordinateneingabe, ohne Tippfehler.
Genauigkeit und Scangeschwindigkeit – worauf du achten solltest
Genauigkeit ist bei LiDAR-Scannern mehrdimensional. Unterschieden werden:
- Einzelpunktgenauigkeit (Distanz): Die Abweichung eines einzelnen Messpunkts – bei modernen Systemen typisch 3–15 mm auf 20–30 m Distanz.
- Relative Genauigkeit (Punktwolke): Die interne Konsistenz der gesamten Punktwolke, also wie exakt Geometrien zueinander stimmen. Mit SLAM und RTK-Unterstützung erreichst du hier besser als 1 cm für statische Objekte.
- Absolute Genauigkeit (Georeferenzierung): Wie genau die Punktwolke in einem globalen Koordinatensystem verortet ist – abhängig von GNSS-Qualität, RTK-Korrekturdaten und Passpunkten.
Scangeschwindigkeit: Moderne Handheld-LiDAR-Scanner wie die TrueView-GO-Serie erfassen mehrere hunderttausend bis über eine Million Messpunkte pro Sekunde. Das klingt abstrakt – konkret bedeutet es: Ein komplettes Stockwerk eines Bürogebäudes lässt sich in 15–30 Minuten vollständig scannen, mit einer Punktdichte, die für Scan-to-BIM bis LOD 300 ausreicht.
Wichtig beim Kauf: Achte nicht nur auf den Maximalwert der Scangeschwindigkeit, sondern auf die effektive Flächenleistung – also wie viel Quadratmeter du pro Stunde bei ausreichender Punktdichte erfasst. Das hängt von Kanalanzahl, Reichweite, SLAM-Qualität und Software-Workflow ab.
Softwareworkflow – von der Messung zum fertigen 3D-Modell
Ein LiDAR-Projekt besteht aus drei Phasen:
Phase 1 – Datenerfassung im Feld: Der Scanner erfasst Punktwolken entweder im Walk-Through-Modus (Handheld) oder vom Stativ. RTK- und PPK-Daten werden gleichzeitig aufgezeichnet.
Phase 2 – Verarbeitung im Büro: LP360 Land Standard kombiniert LiDAR-Rohdaten, GNSS-Korrekturen und SLAM-Trajektorie zur registrierten Punktwolke. Colorierung durch Kamerabilder erfolgt automatisch.
Phase 3 – Weiterverarbeitung und Lieferung: Aus der fertigen Punktwolke lassen sich in nachgelagerten Tools erstellen: BIM-Modelle (Revit, ArchiCAD), CAD-Zeichnungen (AutoCAD), Geländemodelle (ArcGIS, QGIS), Meshes oder Orthophotos.
Unterstützte Datenformate: .las / .laz (Industriestandard), .e57 (Austauschformat), .ply, .obj, .xyz, .pts – kompatibel mit allen gängigen Punktwolken- und BIM-Programmen.
Einsatzbereiche von LiDAR-Scannern – von der Baustelle bis zur Forensik
Architektur und Bauwesen: Bestandserfassung bestehender Gebäude, Scan-to-BIM, Baufortschrittskontrolle, As-built-Dokumentation und Qualitätssicherung auf Baustellen. Die detaillierten Punktwolken helfen, Abweichungen zwischen Planung und Ausführung früh zu erkennen.
Infrastruktur und Tiefbau: Straßen, Brücken, Tunnel, Gleisanlagen und Leitungsnetze lassen sich mit Handheld-LiDAR schnell und vollständig erfassen – auch bei eingeschränkten Arbeitszeitfenstern, wie sie im Bahnbetrieb typisch sind.
Industrie und Anlagentechnik: As-built-Dokumentation von Rohrleitungssystemen, Maschinengestellen und Prozessanlagen für Wartungsplanung, Erweiterung und Rückbau.
Denkmalpflege und Architekturgeschichte: Hochauflösende Punktwolken historischer Gebäude, Skulpturen und Innenräume als dauerhafte digitale Dokumentation – unverzichtbar für Restaurierungsplanung und Schadensnachweis.
Forensik und Unfallermittlung: Tatort- und Unfallortdokumentation in Minuten statt Stunden – reproduzierbar, manipulationssicher und gerichtsverwertbar.
Stadtplanung und Geodaten: Erstellung von Digitalen Geländemodellen (DGM), Stadtmodellen und Infrastrukturkatastern für kommunale Planungsaufgaben.
Forstinventur: Baumhöhen, Stammvolumen und Bestandsdichte lassen sich mit LiDAR schnell und flächendeckend erfassen – auch unter dichtem Kronendach, wo GNSS versagt.
Helmut Schultz – dein LiDAR-Spezialist im Saarland
Als autorisierter Händler für GeoCue TrueView und Leica iCON beraten wir dich persönlich bei der Auswahl des richtigen Scanners für deine Anforderungen – ohne Standardempfehlung, ohne Umwege. Unser Team kennt beide Technologien aus der Praxis und hilft dir, den Workflow von der Messung bis zum fertigen Produkt zu gestalten.
Einweisung und Schulung: Wir führen dich in die Bedienung des Scanners und in den LP360-Softwareworkflow ein – damit du vom ersten Tag an produktiv arbeitest.
Kalibrierung und Service: In unserer Servicewerkstatt in Saarbrücken kalibrieren und warten wir LiDAR-Scanner und Vermessungsgeräte nach Herstellerstandard.
Überbrückungsgeräte: Falls dein Scanner zur Reparatur muss, stellen wir auf Wunsch ein Ersatzgerät bereit – damit deine Projekte nicht warten.
Leasing: Für projektbezogene Einsätze bieten wir individuelle Leasing-Lösungen an – du nutzt Profi-Hardware ohne dauerhaft zu investieren.
Erreichbar: Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–14 Uhr | +49 (0)681 – 910 28-0 | vertrieb@helmut-schultz.de
Helmut Schultz betreut Kunden im Saarland, in Rheinland-Pfalz, im Saar-Lor-Lux-Raum und in der gesamten D-A-CH-Region – mit über 70 Jahren Erfahrung in der Vermessungs- und Messtechnik.

