Fäustel / Hämmer
Vorschlaghammer und Fäustel kaufen – Latthammer, Geologenhammer und Kappenhammer im Überblick
Vorschlaghammer, Fäustel, Latthammer und Geologenhammer decken unterschiedliche Anwendungen ab, von groben Abbrucharbeiten über Steinmetz- und Meißelarbeiten bis hin zum Setzen von Vermessungspflöcken. Helmut Schultz ist seit 1955 Fachhändler für Präzisions- und Vermessungstechnik und berät zu robusten Hämmern für Bau, Tiefbau und Vermessungsarbeiten.
Vorschlaghammer, Fäustel und Latthammer: Werkzeugtypen im Überblick
Ein Vorschlaghammer besitzt einen schweren, beidseitig flachen Hammerkopf für grobe Schlagarbeiten wie das Eintreiben von Pfählen oder das Zertrümmern von Mauerwerk. Der Fäustel ist kompakter und meist quadratisch geformt, wird mit beiden Händen geführt und kommt vor allem bei Meißel- und Steinmetzarbeiten zum Einsatz. Latthammer und Spitzhammer besitzen zusätzlich eine asymmetrische Kralle oder Spitze auf der Rückseite und häufig einen magnetischen Nagelhalter, mit dem sich Nägel einhändig ansetzen lassen – praktisch beim Einschlagen und Ziehen von Nägeln, etwa bei Dachdecker- und Schalungsarbeiten. Schlosserhammer und Maurerhammer ergänzen diese Familie für feinere Schlagarbeiten an Metall beziehungsweise Mauerwerk.
Aufbau und Kopfgewicht: Was einen Vorschlaghammer wirkungsvoll macht
Ein Vorschlaghammer besteht aus dem quadratischen Hammerkopf, dem Stiel und der Stielschale, die beide Teile fest miteinander verbindet. Gängige Kopfgewichte bei Vorschlaghämmern mit Eschenholzstiel liegen zwischen 3 kg und 5 kg bei Stiellängen von 70 bis 80 cm: Ein schwererer Kopf entwickelt mehr Schlagkraft pro Hieb, verlangt aber auch mehr Kraft und Kontrolle bei der Führung. Für Arbeiten mit vielen Schlägen hintereinander, etwa beim Eintreiben von Pflöcken, ist ein leichterer Kopf oft die ausdauerndere Wahl, während für einzelne kraftvolle Schläge ein schwererer Kopf effizienter ist.
Geologenhammer und Kappenhammer: Spezialwerkzeuge für Vermessung und Tiefbau
Ein Geologenhammer in Ganzstahlausführung, etwa von PICARD, besteht aus einem durchgehenden Stahlstück von Kopf bis Stielende, wodurch sich Kopf und Stiel im Gegensatz zu geschäfteten Hämmern nicht lösen können. Das macht ihn robust für das Freilegen von Gesteinsproben, das Setzen von Vermessungspflöcken und Grenzmarkierungen im Gelände. Ein Kanaldeckel- oder Kappenhammer, ebenfalls als PICARD-Ausführung bekannt, besitzt einen speziell geformten Kopf, mit dem sich Schachtabdeckungen und Kanaldeckel anheben und lösen lassen, ohne dass Werkzeugspitzen abrutschen oder die Abdeckung beschädigt wird.
Fäustel für Steinmetz- und Meißelarbeiten
Ein Handfäustel mit Holzstiel eignet sich für klassische Steinmetz- und Meißelarbeiten, bei denen die Schlagenergie kontrolliert und punktgenau übertragen werden soll. Eine Ausführung mit Kunststoffstiel reagiert unempfindlicher auf Feuchtigkeit und Temperaturwechsel als eine Holzausführung. Ein FENO-Hammer mit Finne, bei dem der Kopf auf einer Seite flach und auf der anderen keilförmig ausläuft, verbindet die Fäustel-Funktion mit der Möglichkeit, Werkstücke präzise zu positionieren oder leicht anzuheben.
Stielmaterial und Sonderausführungen: Holz, Kunststoff und Stahlrohr im Vergleich
Eschenholzstiele dämpfen Vibrationen beim Schlag gut, können bei falscher Lagerung aber austrocknen und splittern. Kunststoff- oder Fiberglasstiele sind witterungsunempfindlicher und bruchfester, geben Vibrationen dafür etwas direkter an die Hand weiter. Vorschlaghämmer mit durchgehendem Stahlrohr-Stiel, wie sie etwa unter der Marke Simplex bekannt sind, gelten als besonders langlebig, da hier kein Übergang zwischen Kopf und Stiel brechen kann. Kunststoffstiele, wie sie etwa BATIPRO-Ausführungen verwenden, sind für den täglichen gewerblichen Einsatz konzipiert.

